Hallo liebe Besucher,

 

diese Seite habe ich den Tieren gewidmet, die mich einen Teil meines Lebens begleitet haben.

Ich verbrachte Teile meines Lebens mit Hunden, Meerschweinchen, Eidechsen und Molchen im Terrarium und Fischen im Aquarium.

Ich weiß nicht mehr genau wann sie bei uns lebten und wie alt sie alle geworden sind, aber es waren Zeiten an die ich mich immer sehr gerne erinnere.

 

DURO

war ein Hund, genauer genommen ein reinrassiger Jagdhund, Deutsch Kurzhaar.

Damals lebte ich noch zu Hause bei meinen Eltern und der Oma, die mit in unserem Haushalt lebte.

Mein Vater war zu damaliger Zeit bei der Verkehrspolizei und eines Tages brachte er Duro mit nach Hause. Der ehemalige Besitzer von Duro konnte ihn nicht mehr behalten und hatte ihn auf dem Polizeigelände in einen Bretterverschlag gesperrt. Meinem Vater tat dies leid und er verwöhnte ihn mit seinen "Pausenbroten". So nach und nach gewöhnte sich Duro an meinen Vater.

Eines Tages kam mein Vater vom Dienst nach Hause und rief uns alle in den Hof. An den Gartenzaun war ein Hund gebunden ... das war Duro. Mein Vater hat sich nicht beirren lassen und dem Hund einneues Zuhause gegeben.

Dieser war so dankbar wieder ein Zuhause gefunden zu haben. Eigentlich wollten meine Eltern und die Oma keinen Hund, aber Duro hatte alle Herzen im Sturm erobert.

                            

Er bekam einen großen Zwinger mit einer Hundehütte und durfte mit auf die Jagd gehen, denn mein Vater war damals Mitglied im Jagdverein.

Natürlich wurde Duro auch verwöhnt, besonders von der Oma. Von ihr bekam er die besten Häppchen gereicht. Ich kann mich noch daran erinnern, dass Oma immer extra für ihn Flecke gekocht hat. Hundekuchen hat er auch sehr gern gefressen, da bekam man für 2,00 DDR-Mark eine große Tüte voll. Hundefutter wie es heute zu kaufen gibt, gab es damals noch nicht.

Eines Tages war Duro sehr krank, das weiß ich noch wie heute. Er kam vom Gassigehen zurück, hatte sich die Vorderpfote aufgeschnitten und blutete sehr stark. Duro sollte sich beruhigen und wir sperrten ihn in die Küche. Da er nicht mit winseln aufhörte ging ich zu ihm in die Küche und mich traf bald der Schlag. Wo man hinsah nur Blut ... Blut ... Blut. Ich weiß es noch wie heute, obwohl das schon so lange her ist. Ich rannte so schnell mich meine Beine tragen konnten in die Garage und holte etwas zum Abbinden aus dem Sanikasten. Ich band Duro die Pfote ab, aber die Blutung konnte ich dadurch nicht stoppen. Das Blut quoll durch den Verband.

Glücklicherweise konnten wir damals schon ein Auto, einen Wartburg, unser eigen nennen. Mein Vater holte es, entfernte die Autositze hinten, legte es mit Decken aus und wir fuhren so schnell wir konnten in die 30 km entfernte Tierklinik. Dort kam Duro sofort auf den Operationstisch und seine Vorderpfote wurde genäht. Duro hatte immer eine rotbraune Nase, doch auf dem Op-Tisch war sie fast weiß. Ich hatte noch nie im Leben eine so helle Schnauze gesehe.

Nach der OP kam Duro nicht mehr in den Zwinger zurück, sondern er bekam eine alte Matratze in die Küche gelegt.

Nun war es ja so, dass Duro auch sein Geschäft verrichten musste. Wir stülpten ihm eine Palstiktüte über den Verband und trugen ihn die Treppe runter. Mein Vater trug ihn allein, aber wenn er nicht Zuhause war trugen ihn wir Frauen immer zu zweit. Oft mussten wir mit Duro zum Tierarzt den Verband wechseln.

Eines Tages, Duro hatte sich wieder gemeldet und wollte raus und Geschäft verrichten. Wir staunten nicht schlecht, er stellte sich auf das kranke Bein und hob das gesunde. Von diesem Tag ab wussten wir, unser Duro ist wieder gesund.

Nun möchte ich noch eine kleine Episode von Duro erzählen. Er durfte nur fressen wenn er das Kommando "Nimm" bekam. Einmal hatte Oma mehrere Blätterteigzungen gekauft, auf einen Teller geschichtet und auf den Küchentisch gestellt. Ich kam in die Küche und sah auf dem Tisch mein Leibgericht, die Blätterteigzungen. Natürlich wollte ich nicht bis zum Kaffetrinken warten und nahm mir eine. Duro hat mich nur angeschaut, nichts gemacht.

Als ich wieder zur Tür raus wollte rannte er hinter mir her, fuhr mir mit der Schnauze unter den Rock und kniff mich in den Hintern. Sicher hatte er gedacht das Kommano gilt für alle.

Was gibt es noch über Duro zu erzählen. Wir wohnten damals neben einem Braunkohlewerk und täglich, pünktlich um 12.00 Uhr mittags tönte die Werkssirene. Das war für Duro das Zeichen nach Leibeskräften mit zu jaulen ... natürlich in den höchsten Tönen.

Männer in Arbeitsanzügen mochte Duro überhaupt nicht. Sie haben ihn immer geärgert und das hat sich der Hund gemerkt. Einmal hatte Duro unseren grünen Wohnzimmerteppich mit einer Hundewiese verwechselt, hockte sich hin und machte ein Häufchen. Meine Mutti und ich wollten das natürlich vertuschen, entferneten das Häufchen und besprühten den Teppich mit Parfüm.

Gern hat Duro mit auf meinem Bett geschlafen. Ich legte eine Decke unten aufs Fußende und Duro rollte sich ein und schlief mit mir.

Als meine Eltern und ich damals wegen einer neuen Wohnung in einen anderen Ort gezogen sind blieb Duro bei Oma.

Eines Tages, ich kann mich nicht mehr erinnern warum, wurde Duro über die Regenbogenbrücke geschickt.

 

ERPELCHEN

auch Erpelchen hat mich ein Stück meines Lebensweges begleitet.

Erpelchen war im Prinzip mein erstes Tier.

Wie schon der Name sagt, Erpelchen war eine männliche Ente und eigentlich zum schlachten vorgesehen.

Ich weiß nicht mehr wann das war, aber ich war damals noch ein Kind, aber es war in dem Ort wo später auch Duro sein Zuhause fand.

Wir hatten Hühner, Stallhasen und Enten. So wurde schon frühzeitig meine Liebe zum Tier entdeckt.

 

Hier nun ein paar Bilder dazu aus meiner Kinderzeit ...

 

                           

                                                   

 

Im Garten hatten wir einen kleinen Teich auf denen die Enten schwimmen konnten.

Eine Ente, das Erpelchen hatte mich als seine Freundin auserkoren. Erpelchen war eine weiße Ente und hatte hinten am Sterz zwei Löckchen.

Das sah so niedlich aus. Erpelchen wuchs zu einem stattlichen Entenerpel heran. Er ließ sich von niemanden füttern, außer von mir.

Das war auch kein Wunder, denn die besten Blättchen bekam er nur von mir. Am liebsten fraß er vom Acker Franzosenkraut.

Und das schönste war, Erpelchen watschelte immer hinter mit her wenn ich im Garten war.

Früher fotografierte man eher selten und das einzige Bildchen was ich habe ist das folgende. Es ist zwar nicht sehr schön, aber mein Erpelchen kann man erkennen.

                                         

 

Als ich dann geheiratet hatte ging die Tierliebe weiter.

Mein Mann und ich hatten schon immer ein Herz für Tiere.

Es ist schon Ewigkeiten her, aber so nach und nach fällt mir immer noch mehr ein.

So hatten wir u. a. zwei Glatthaarmeerschweinchen, Zierfische und Eidechsen im Terrarium.

7 "Stallhasen" meiner Schwiegermutter habe ich mit der Flasche aufgezogenweil sie von ihren Müttern verstoßen wurden bzw. eine Mutter keine Milch hatte.

Das erste Häschen, das ich mit der Flasche aufgezogen hatte, nannte ich "Mümmi".

Ich weiß noch, es war ein kleines weißes Häschen und war am Ende sehr zutraulich.

Wenn wir Abends im Wohnzimmer saßen, auf den Fußboden klopften und "Mümmi" riefen, kam der kleine Kerl angehoppelt. Mein Mann trug damals einen Vollbart.

Mümmi hoppelte meinem Mann über die ausgestreckten Beine, über Körper und Brust bis hin an den Hals und zupfte ihm am Bart.

 

 

 

... es geht bald weiter ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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